Wikingerschach Lexikon
Über 60 Fachbegriffe rund um Kubb und Wikingerschach – verständlich erklärt für Einsteiger und Turnierspieler.
Du bist neu beim Wikingerschach und stolperst über Begriffe wie Feldkubb, Stößel oder vorgezogene Wurflinie? Oder spielst du bereits bei Turnieren und möchtest die Feinheiten des Regelwerks besser verstehen? Unser Lexikon erklärt dir alle wichtigen Kubb-Begriffe – von der Anwurfregel bis zum Tie Break.
A
7 BegriffeDie Anwurfregel legt den Spielbeginn fest. Nach den Regeln des Deutschen Kubb Bundes (DKubbB) gilt die 2–4–6-Regel: Das Spiel beginnt mit 2 Wurfstäben, das gegnerische Team wirft mit 4, und ab der zweiten Runde stehen beiden Teams die vollen 6 Wurfstäbe zur Verfügung.
Beim Wikingerschach gibt es keine festen Vorgaben für die Teamgröße. Im Turniersport sind die Formate 1v1, 2v2, 3v3 oder 6v6 üblich. Die 6 Wurfstäbe sollten möglichst fair aufgeteilt werden – bei 6v6 bekommt jeder genau einen.
Nachdem alle Feldkubbs ins Spielfeld geworfen wurden, stellt der Gegner sie auf und entscheidet, in welche Richtung der Kubb über seine liegenden Kanten „aufgeklappt“ wird. Der Kubb muss vollständig im Spielfeld landen – die Linien selbst gehören noch zum Feld.
Laut DKubbB muss er immer in den freien Raum aufgeklappt werden. Steht dort bereits ein Kubb, darf er „angeklappt“ werden. Misslingt der Einwurf zweimal, wird ein → Strafkubb verhängt.
In manchen Regionen werden Feldkubbs, die auf einen anderen Kubb geworfen werden, aufgestapelt oder aneinandergereiht. Im Turniersport ist diese Regel nicht zulässig – hier werden Kubbs immer dort aufgeklappt, wo sie liegen geblieben sind.
Zu Beginn werden je 5 Kubbs gleichmäßig auf den Grundlinien verteilt. Mehr dazu unter → Grundlinienkubbs.
Die Außenlinie darf weder beim Werfen noch beim Einwerfen der Feldkubbs überschritten werden – auch nicht mit einem Fuß. Ein Übertritt führt zum Regelverstoß. Siehe auch → Regelverstöße.
Beide Teams werfen gleichzeitig einen Wurfstab so nah wie möglich an den König. Das Team mit dem näheren Wurf beginnt. Fällt der König dabei um, startet das andere Team, und der König wird wieder aufgestellt.
B
3 BegriffeEin anderer Name für die → Grundlinienkubbs – sie stehen zu Beginn auf der Grundlinie.
Baton (engl.) bzw. bâton (franz.) bedeutet Stab – gemeint sind die → Wurfhölzer beim Wikingerschach.
Wie das Spiel startet, erfährst du unter → Auswerfen / Anwerfen.
D
4 BegriffeDas jährliche Highlight der Kubb-Community, ausgerichtet vom DKubbB. Es startet freitags mit dem Stößel-Kubb (Einzel), gefolgt von 3er-Team- und 6er-Team-Turnier.
Der Deutsche Kubb Bund – offizielle Organisation für Kubb in Deutschland. Der DKubbB legt das Regelwerk fest, organisiert die Meisterschaften und verwaltet das Ligensystem.
Bei der Drilltechnik wird der Kubb in vertikaler Rotation geworfen – er fliegt stabil und präzise. Je dichter du Feldkubbs zusammenwerfen kannst, desto weniger Würfe brauchst du zum Abräumen. Regelmäßiges Training bringt schnell eine zuverlässige Routine.
Eine Dublette gelingt, wenn du mit einem Wurf zuerst einen Feldkubb und dann einen Grundlinienkubb triffst – ein klarer Vorteil für dein Team, ob als Glückstreffer oder perfekte Technik.
E
4 BegriffeClevere Strategie: Wirf Feldkubbs gezielt in die rechte Ecke über die 4-Meter-Linie (Rechtshänder). Der Gegner hat dann oft nur eine Aufklapp-Option, und die Kubbs liegen näher zusammen. Die → Drilltechnik ist dafür die optimale Methode.
Die Feldkubbs werden abwechselnd von allen Teammitgliedern eingeworfen. Bei Teams mit mehr als 3 Spielern genügen laut DKubbB 3 Einwerfer.
Turnierformat für spannende Kubb-Duelle, organisiert vom DKubbB. Anmeldung jährlich bis Mitte März möglich.
2018 entstand die EKC (European Kubb Championship) mit wechselndem Austragungsort und Einzel-, 3er- und 6er-Turnier. Die ursprüngliche EM startete 2011 in Berlin und wird als „Kubbturnier von Berlin“ weitergeführt.
F
4 BegriffeDie 20 meistgesuchten Fragen rund um Wikingerschach findest du auf unserer FAQ-Seite. Im Lexikon hier werden alle Begriffe ausführlich erklärt.
Sobald ein Kubb von der Grundlinie getroffen wurde, ist er ein Feldkubb. Feldkubbs bleiben bis Spielende aktiv und werden jede Runde neu eingeworfen. Im → Tie Break gelten besondere Regeln.
Eine Übersicht findest du unter → Regelverstöße.
Internationale Bezeichnung für den → Stößel – ein Einwurf, bei dem der Kubb auf einem bereits liegenden Kubb landet.
G
6 BegriffeWikingerschach ist das perfekte Gartenspiel – ideal für Geburtstage, Grillfeste und entspannte Nachmittage. Das Spielfeld lässt sich auf Rasen, Sand oder sogar Schnee aufbauen.
Geleimtes Holz ist weniger anfällig für Verformungen, zeigt weniger Dellen und gilt als ressourcenschonende Alternative. Ideal für regelmäßige Spieler.
Hochwertige Sets wiegen 7,5 bis 9,5 kg. Sets unter 5 kg sind weniger robust und bieten kleinere Trefferflächen.
Drei offizielle Turniergrößen (L, XL, XXL). Der DKubbB hat eine Zwischengröße eingeführt, bei der Kubbs leichter zu treffen sind. Mehr unter → Maße der Kubb-Elemente.
Der KCUA (Kubb Club Unteres Aaretal) in Leuggern, Schweiz – 64 aktive Mitglieder (Stand 01/2025).
Je 5 Kubbs pro Seite stehen zu Beginn auf den Grundlinien. Wird einer verschoben, darf er nach der Runde korrigiert werden. Wird er getroffen, obwohl ein Feldkubb steht, muss er sofort zurück.
H
3 BegriffeDie 10 Kubbs bleiben nach einem Treffer im Spiel und werden nicht entfernt. Ausnahme: der → Tie Break.
Horizontale Wurfholz-Rotation. Laut Reglement soll senkrecht geworfen werden. Bis 30° gilt als regelkonform – darüber ist der Wurf ungültig.
Am häufigsten: Gummibaumholz (Balance aus Haltbarkeit und Spielbarkeit). Auch Buchenholz wird genutzt – besonders robust.
I
1 BegriffWird vor allem Oktober bis März gespielt. Holzsets für Reithallen/Kunstrasen, Hartschaumstoff-Sets für überall.
K
7 BegriffeSteht exakt in der Spielfeldmitte. Fällt er, ist das Spiel sofort beendet – Ziel und größte Herausforderung zugleich.
Der entscheidende Moment: König wird mit verbleibenden Wurfstäben von der Grundlinie umgeworfen. Anspruchsvolle Variante: → Sure Shot.
Schwedisch für „Block“ oder „Klotz“. Die Holzklötze (Kubbs) werden mit dem Wurfholz – im Schwedischen „Viking“ – umgeworfen.
Weltweiter Überblick über alle Kubb-Veranstaltungen – von lokalen Events bis zu internationalen Highlights.
Drei Ligen in NRW: Tecklenburg, Ascheberg, Erkelenz. Zum Saisonstart ein Masters. Auch in Wisconsin (USA) aktiv.
Alle Infos unter → Wurftechnik und → Trainings-Tipps.
M
3 BegriffeL: Wurfstäbe Ø39×300mm · Kubbs 60×60×150mm · König 70×70×300mm
XL: Wurfstäbe Ø42×300mm · Kubbs 67×67×150mm · König 84×84×300mm
XXL: Wurfstäbe Ø44×300mm · Kubbs 70×70×150mm · König 90×90×300mm
Beeinflusst Langlebigkeit und Spielgefühl. Details unter → Holzarten.
König steht in der Mitte. Wirf Feldkubbs möglichst nah an die Mittellinie – nur 4 statt 8 Meter Wurfentfernung. Set sollte 6 Abgrenzungsstäbe enthalten.
O
1 BegriffKlassisches Outdoor-Spiel, am häufigsten auf Rasen oder Sand – Garten, Strand oder Park.
P
4 BegriffeEinfache Regeln, schneller Einstieg – fördert Bewegung, Geschicklichkeit und Teamgeist bei Kindern.
Mit 6 Wurfstäben in einer Runde alle 5 Grundlinienkubbs und den König treffen – ein seltenes Meisterstück.
Klassisch keine Punkte. Seit 2023 im Turnier: Grundlinienkubb = 1 Punkt, Königswurf = 5 Punkte – max. 8 pro Spiel.
Kubb fällt und steht wieder auf – gilt trotzdem als getroffen. Dem Gegner deutlich anzeigen.
R
3 BegriffeAuf unserer Regelseite findest du das DKubbB-Regelwerk klar erklärt – inklusive 5-Minuten-Video.
Die häufigsten: Übertreten der Wurflinie, Überschreiten der Außenlinie, falscher Wurfstil (kein Unterarmwurf / über 30° Rotation), Fehler beim Einwerfen und vorzeitiger Grundlinientreffer.
6 Wurfstäbe fair aufteilen – keine feste Reihenfolge. Beim Einwerfen wird strikt rotiert.
S
7 BegriffeTurnierformat: Erste Runde zufällig, dann Erster gegen Zweiten usw. Üblicherweise 7–8 Runden, danach Finalspiele.
Endet sobald der König fällt – absichtlich oder versehentlich. Immer von der Grundlinie.
Offiziell 8 × 5 Meter, König mittig, 6 Markierungen. Anfänger/Indoor: 6 × 4 Meter.
Kubb landet auf einem liegenden Kubb, ohne den Boden zu berühren. Gegner gibt ihn zurück – du platzierst ihn frei.
Misslingt der Einwurf eines Feldkubbs zweimal, wird dieser zum Strafkubb. Nach offiziellem Regelwerk darf der Gegner diesen nun im Feld platzieren (Mindestabstand eine Wurfholzlänge zum König).
In Deutschland und auf vielen Turnieren ist jedoch die Einwurf-Variante üblich: Der Gegner darf den Kubb von der Grundlinie aus selbst einwerfen (taktisch meist möglichst weit nach hinten). Landet auch dieser Wurf im Aus, erhält das erste Team eine dritte Chance. Abwechselnd würde es nun so weiter gehen.
Wer wirft zuerst? Welche Kubbs priorisieren? Besonders wichtig: Nervenstärke des letzten Werfers. Die Einwurf-Reihenfolge bleibt pro Satz fix.
König wird rückwärts durch die Beine geworfen – bei Kubb Ahoi (Rostock) und den meisten Schweizer Turnieren üblich.
T
4 BegriffeBei Zeitlimit: Nach Ablauf ein Auswerfen, Siegerteam darf einen Kubb entfernen. Jede Runde verlässt ein Kubb das Feld – Königswurf wird immer wahrscheinlicher.
Digitale Turnierverwaltung des DKubbB: Jeder Teamkapitän trägt Ergebnisse per Smartphone ein, Tabelle aktualisiert sich in Echtzeit.
Regelmäßiges Training bringt Routine. Achte auf gleichmäßige Rotation und ziele mit der Wurfstab-Spitze. Siehe auch → Drilltechnik.
Single-, Doppel- und Team-Turniere – die meisten als 3er-Format. In Schweiz, Belgien und Deutschland fließen Ergebnisse in offizielle Rankings.
V
1 BegriffRäumt der Gegner nicht alle Feldkubbs ab, darfst du bis zum vordersten Feldkubb vorrücken. Königswurf muss trotzdem von der Grundlinie erfolgen.
W
4 BegriffeJährlich am ersten August-Wochenende auf Gotland (Schweden). 6er-Teams, Quali am Freitag, Hauptturnier Samstag.
Deutscher Name für das schwedische Spiel Kubb. Alle Infos unter → Kubb.
Offizielle Maße: 30 cm Länge, ab Ø 39 mm. Ermöglichen präzise Würfe aus 8 Metern.
Entscheidend für Präzision. Siehe → Helikopterwurf und → Trainings-Tipps.
Z
1 BegriffBei Turnierspielen mit Zeitbegrenzung greift der → Tie Break.
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Zum Kubb-Vergleich →Warum ein Wikingerschach Lexikon?
Ob du gerade erst mit Wikingerschach anfängst oder bereits an Turnieren teilnimmst – die Vielfalt an Fachbegriffen kann anfangs verwirrend sein. Was unterscheidet einen Feldkubb von einem Grundlinienkubb? Was bedeutet die vorgezogene Wurflinie? Und warum ist die Drilltechnik beim Einwerfen so wichtig?
Unser Lexikon beantwortet diese Fragen kompakt und verständlich. Wir haben alle relevanten Kubb-Begriffe zusammengetragen – basierend auf dem offiziellen Regelwerk des Deutschen Kubb Bundes (DKubbB) und ergänzt durch internationale Varianten aus Belgien, Schweden und der Schweiz.
Du findest hier nicht nur Regelerklärungen, sondern auch Strategietipps, Trainingshinweise und Hintergrundwissen zur Turnierszene. Egal ob Anfänger, Gelegenheitsspieler oder ambitionierter Turnierteilnehmer – dieses Nachschlagewerk hilft dir, das Spiel besser zu verstehen und dein Können weiterzuentwickeln.